Wetterfeste Styles: Alle Details zu Jannik Sinners personalisiertem Nike Look


- 9.2.2026
- Text:
- Bilder:
Eigentlich sollte Jannik Sinner diese Woche gar nicht in Mailand sein.
Direkt nach den Australian Open hatte der italienische Tennis-Champion geplant, in seine Heimat Sexten mitten in den Dolomiten zurückzukehren. Doch als Nike ihm anbot, gemeinsam einen exklusiven Performance-Look zu entwerfen, der den Auftakt der Marke beim weltweit größten Wintersport-Event begleiten sollte, änderte Sinner seine Pläne und reiste in die Modemetropole.
Die Collab an dem kompletten Outfit – bestehend aus einer personalisierten Jacke, einer isolierten A.I.R. Weste, einer maßgeschneiderten Hose und exklusiven Schuhen – brachte einen der weltweit besten Spieler mit den Top-Designer:innen von Nike zusammen. Das Ziel: einen Look kreieren, der Sinners Persönlichkeit jenseits des Courts widerspiegelt.
In seinem Heimatland und unter den Augen der Weltöffentlichkeit präsentierte der Nike Athlet den Custom-Look – skulptural, winterfest, mit tiefen Falten und einer markanten Cocoon-Silhouette – in Einzelinterviews mit internationalen Modemagazinen an der Seite von Nike Chief Design Officer Martin Lotti sowie bei einem exklusiven Event zum Relaunch von All Conditions Gear (ACG).

"Wenn eine Marke so viel Herzblut und Energie in einen einzigen Moment steckt, zeigt das, wie wichtig es ihr ist, dass sich ihre Athlet:innen besonders fühlen. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich so gern bei Nike bin – Nike gibt einem das Gefühl, wichtig zu sein."
Jannik Sinner
Aus der Sicht von Nike ist der Komplettlook ein klares Statement zur Partnerschaft zwischen der Marke und dem Athleten – und ein Einblick darin, wie Nike Performance und Selbstausdruck auf der Weltbühne miteinander verbindet. Die verschiedenen Layer gehen über reine Wettkampfbekleidung hinaus und spiegeln Sinners alpinen Wurzeln sowie sein Leben abseits des Courts wider.
"Mir ist es sehr wichtig, immer ein kleines Zeichen meiner Herkunft bei mir zu tragen. Zum Beispiel den Karabiner mit dem Bergmotiv – diese kleinen Details machen den großen Unterschied", sagt er. Er bezieht sich dabei auf einen Karabiner-Schlüsselanhänger aus reinem Silber, der an einer Kette der speziell angefertigten Hose befestigt ist. Die Form ist von einer Höhenkarte der Alpen inspiriert – jener Berge, in denen Sinner aufwuchs und jahrelang Ski gefahren ist.

Sinners personalisierten Jacke ist eine Neuinterpretation einer Vintage-ACG-Silhouette. Die Außenschicht besteht aus GORE-TEX und im Inneren ergänzt ein dreilagiges Wollgewebe das technische Material auf originelle Weise.
Der Look wurde nach Sinners exakten Vorstellungen von Nike Senior Design Director Raffaella Barbey in Zusammenarbeit mit Lotti und einem multidisziplinären Designteam entworfen. Barbey leitete die Fittings mit Sinner in Melbourne während der Australian Open, nahm sein Feedback direkt in die Produktion auf und verfeinerte die Details in mehreren Entwicklungsschritten.
Frühe Versionen der Jacke hatten orangefarbene Paspeln, die die Designer:innen auf seinen Wunsch hin abmilderten und sich stattdessen für eine dezentere Farbpalette entschieden, die seinem persönlichen Stil entspricht. Gemeinsam konzentrierte sich das Team darauf, die Performance-Innovation von Nike mit hochwertiger Handwerkskunst und einem gehobenen Designanspruch in Balance zu bringen.
Das Ergebnis ist ein Layering-Look, dessen Herzstück eine spezielle ACG Weste mit adaptiver A.I.R.-Technologie bildet – dieselbe Innovation, die auch in den Therma-FIT Air Milano Medal-Stand-Jacken von Team USA zum Einsatz kommt – kombiniert mit maßgeschneiderter Outerwear und exklusiven Schuhen, die für Winterbedingungen entwickelt wurden, ohne dabei an Style einzubüßen.
"Diese Erfahrung fühlte sich ganz anders an als alles, was ich bisher mit anderen Marken gemacht habe", sagt Sinner. "Ich war viel stärker in den Prozess eingebunden. Wir haben viel darüber gesprochen, was man verbessern könnte, was noch nicht passte und was gut funktionierte. Das endgültige Ergebnis ist unglaublich."
Für Lotti spiegeln Projekte wie dieses einen umfassenderen Designansatz wider – geprägt von jahrzehntelangen Partnerschaften mit Athlet:innen, einzigartigen Produkten und kulturprägenden Momenten.
"Wenn man so etwas Einzigartiges designt, beginnt der Prozess genau wie bei der Entwicklung von Wettkampfausrüstung: Man hört den Athlet:innen zu. Es geht um ihre Vorlieben und Bedürfnisse, sowohl aus Performance-Sicht als auch in Bezug auf die Ästhetik", sagt Lotti.
"Der Unterschied liegt in den Möglichkeiten: Bei Innovation, Fertigungsmethoden und Materialauswahl können wir viel weiter gehen. Aus Design-Sicht können wir auch maßgeschneiderte und persönliche Designdetails einfließen lassen. Und wir können viel schneller agieren und in kürzerer Zeit arbeiten, weil wir nur ein einziges Produkt entwickeln – und nicht 500 oder 10.000."

Nike Chief Design Officer Martin Lotti präsentierte den Custom-Look persönlich und enthüllte die finalen Pieces für Sinner zum ersten Mal.

Martin Lotti zeigt Sinner die fertigen Nike Atelier-Accessoires, darunter eine Performance-Sonnenbrille mit leichtem Edelstahlrahmen und uneingeschränktem Sichtfeld – perfekt für den Bergsport.
"Wenn man so etwas Einzigartiges designt, beginnt der Prozess genau wie bei der Entwicklung von Wettkampfausrüstung: Man hört den Athlet:innen zu. Es geht um ihre Vorlieben und Bedürfnisse, sowohl aus Performance-Sicht als auch in Bezug auf die Ästhetik."
Martin Lotti, VP, Chief Design Officer
In Sinners Fall bedeutete das, etwas zu schaffen, das die Person hinter der Weltranglistenposition widerspiegelt – einen italienischen Athleten, der von den Bergen geprägt wurde, mit einem klaren Verständnis für Style und einem Leben jenseits des Courts, das schon immer seine Wahrnehmung der Welt beeinflusst hat.

Sinner begutachtet zum ersten Mal den finalen dip-dyed ACG Zegama, der exakt nach seinen Vorgaben gefertigt wurde.
Bei Nike werden Projekte wie dieses nicht als einmalige Aktionen betrachtet. Sie sind Teil eines langfristigen Engagements für Designprozesse mit Athlet:innen an entscheidenden Punkten ihrer Karriere, basierend auf langfristigen Beziehungen, enger Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Anspruch in Sachen Perfektion.
Lotti hat einen Namen für diesen Ansatz: Nike Atelier.
Eine Plattform für Custom-Designs ausgewählter Signature-Athlet:innen zu besonderen Off-Field-Momenten. Nike Atelier überträgt die athletenzentrierte Denkweise und handwerkliche Präzision, die Nike Innovationen definieren, auf Kontexte, in denen Identität, Umgebung und Kultur eine ebenso wichtige Rolle spielen.
"Sinner ist einer der besten Tennisspieler der Welt, aber was viele nicht wissen: Er war in seiner Jugend ein erfolgreicher Skifahrer", erklärt Lotti. "Er gehörte zu den besten Nachwuchsskifahrern Italiens und war nationaler Meister im Riesenslalom. Außerdem ist er hier ganz in der Nähe in den Dolomiten aufgewachsen."
Damit waren alle Zutaten für ein Nike Atelier-Projekt gegeben: Sinner der Skifahrer, die Spiele im eigenen Land, der Relaunch von ACG in Mailand sowie die Einführung der A.I.R.-Apparel-Innovation mit der Air Milano Jacke. "Das Ergebnis ist etwas Unerwartetes und gleichzeitig vollkommen Authentisches – für Sinner ebenso wie für Nike", sagt Lotti. "Ein maßgeschneiderter, von ACG inspirierter Look als einzigartiger Ausdruck an der Schnittstelle von Sport und Kultur."

Sinner ist der zweite Nike Athlet, der einen kompletten Nike Atelier-Look erhält. Die Erste war Maria Sharapova mit einem maßgeschneiderten schwarzen Kleid für ihre Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame.
"Für eine solche Zusammenarbeit muss man sich selbst erst richtig kennenlernen. Mit 20 trägt man nicht dieselbe Mode wie mit 40. Style bedeutet, seine eigene Persönlichkeit im Hier und Jetzt zu verstehen."
Jannik Sinner
Der wetterfeste und zugleich auffällige Look, den Jannik letzte Woche in Mailand trug, verdeutlicht genau diese Absicht. Er ist eine Erinnerung daran, dass die fesselndsten Designgeschichten oft damit beginnen, genau hinzusehen – auf die Athlet:innen und alles, was jenseits der Anzeigetafel existiert.
"Wenn eine Marke so viel Herzblut und Energie in einen einzigen Moment steckt, zeigt das, wie wichtig es ihr ist, dass sich ihre Athlet:innen besonders fühlen. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich so gern bei Nike bin – Nike gibt einem das Gefühl, wichtig zu sein", sagt Sinner. "Man versucht, positives Feedback zu geben und sich gemeinsam in die richtige Richtung zu entwickeln. Wir arbeiten jetzt seit Jahren zusammen und fühlen uns verbunden, fast wie eine Familie. Das ist es, was für mich zählt."