Sauberere Chemie vorantreiben
Chemie ist entscheidend dafür, wie wir allen Athlet:innen* Performance und Nachhaltigkeit bieten. Wir treiben eine sauberere Chemie voran, indem wir Chemikalieninventare verifizieren, potenzielle Risiken einstufen und bei Bedarf Alternativen einsetzen.
* If you have a body, you are an athlete.

Unser Ansatz für eine sauberere Chemie orientiert sich an unserem Verhaltenskodex für Lieferanten und den Code Leadership Standards (CLS). Diese schreiben einen ordnungsgemäßen Umgang mit Chemikalien in jedem Schritt der Herstellung vor. Wir verlangen die strikte Einhaltung unseres NIKE, Inc. Chemistry Playbook & Restricted Substances List (RSL) sowie der ZDHC Manufacturing Restricted Substances List (MRSL). Diese Vorgaben bilden die Grundlage für die Überwachung und Kontrolle von Hunderten Substanzen aus mehr als 35 Chemikalienklassen.
Im Jahr 2020 identifizierte NIKE, Inc. zehn chemische Stoffe bzw. Stoffgruppen, bei denen der aktuelle Stand der Wissenschaft einen Bedarf an saubereren Alternativen zeigte, und begann mit deren Entwicklung. Mit Stand des FY 25 haben wir für sieben unserer prioritären chemischen Stoffe bzw. Stoffgruppen auf sauberere Alternativen umgestellt.
Abgeschlossene Schwerpunktprojekte:
- Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS): Eine große Gruppe fluorhaltiger Stoffe, die für wasser- und schmutzabweisende Ausrüstungen sowie in einigen Membranmaterialien eingesetzt werden.
- Zink-Pyrithion (ZP): Eine antimikrobielle Ausrüstung, die früher zur Geruchshemmung eingesetzt wurde.
- Nonylphenolethoxylate (NPEO): Ein Reinigungsmittel, das früher in unserer Branche verwendet wurde und in einigen angrenzenden Branchen weiterhin zum Einsatz kommt.
- Formamid: Ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung bestimmter Schaumstoffe entsteht.
- Organische Lösungsmittel (VOCs): Eine große Gruppe von Chemikalien, die als Zusatzstoffe in Anwendungen wie Klebstoffen, Farbverdünnern, Primern und Oberflächenreinigern eingesetzt werden können.
- Formaldehyd: Ein Lösungsmittel mit vielfältigen branchenübergreifenden Anwendungen, unter anderem in Klebstoffen, Polymeren und Konservierungsmitteln sowie als Stabilisator in bestimmten Druckfarben und Farben.
- Neopren: Wird für Anwendungen eingesetzt, bei denen Gummi- und Schaumeigenschaften benötigt werden, kann jedoch Stoffe enthalten, die für manche Menschen problematisch sind.
An drei prioritären Projekten wird weiterhin gearbeitet; die Zeitpläne wurden über 2025 hinaus verlängert, um Lösungen zu entwickeln, die skalierbar und langfristig tragfähig sind:
- Dimethylformamid (DMFa): Ein industrielles Lösungsmittel, das oft bei der Herstellung von Kunstleder, mit Polyurethan (PU) beschichtetem Leder und PU-Folien eingesetzt wird. Wir wollen die Umstellung auf eine sauberere Alternative innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre abschließen.
- Bisphenolfreies Kassenzettelpapier: Chemikalien, die als Baustein für bestimmte Kunststoffe oder Klebstoffe sowie als Zusatzstoff für Thermodruck eingesetzt werden können. Wir wollen innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre vollständig auf diese Stoffe verzichten.
- Dicumylperoxid (DCP): Ein Vernetzungsmittel für Polymere, das in bestimmten Umgebungen problematisch sein kann, wenn es sich zersetzt. Wir sind auf Kurs, dies bis Ende 2026 abzuschließen.

Ein wirksames Chemikalienmanagement setzt Transparenz voraus. Ergänzend zu unseren RSL- und MRSL-Programmen schaffen wir mehr Transparenz über den Chemikalieneinsatz, indem wir den ZDHC-Verifizierungsprozess für Chemikalieninventare bei unseren Lieferanten mit besonders chemikalienintensiven Prozessen ausweiten.
Auch wenn wir die Transparenz über den Chemikalieneinsatz in vorgelagerten Stufen seit vielen Jahren verbessern, stellt die verifizierte Chemikalienbilanz einen bedeutenden Fortschritt dar. Sie stellt ein belastbareres und detaillierteres Bild der Chemikalien bereit, die in den chemikalienintensiven Produktionsstätten eingesetzt werden.
Mehr Transparenz ermöglicht bessere Entscheidungen für Athlet:innen und Verbraucher:innen. Verlässlichere Daten stärken sowohl NIKE, Inc. als auch unsere Lieferanten.
Weitere Infos zu diesem Thema gibt es unter Chemistry at Nike.