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Rekordbrecher Jacob Kiplimo läutet eine neue Ära der Geschwindigkeit ein

Multiple exposure sequence of a Nike athlete Jacob Kiplimo in black Nike racing kit captured mid-stride.Multiple exposure sequence of a Nike athlete Jacob Kiplimo in black Nike racing kit captured mid-stride.
  • 23.10.2026
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Geschwindigkeit wird oft als eine Distanz innerhalb einer bestimmten Zeit definiert. Man assoziiert Jacob Kiplimo wahrscheinlich deshalb mit Schnelligkeit, weil er genau diese Definition erfüllt: Olympia-Bronze für einen 10 km-Lauf in 27:43 min, ein Halbmarathon-Weltrekord mit einer Zeit von 57:20 min und einen Marathon in unglaublichen 2:00:28 h – der drittschnellste Marathon jemals. Für Kiplimo lässt sich Geschwindigkeit allerdings nicht von einer Stoppuhr ablesen. Schließlich umfasst das Konzept "eine Distanz in einer bestimmten Zeit" nicht die tausenden von Meilen, die er in seinen 25 Jahren schon gelaufen ist.

Für ihn wurde Geschwindigkeit durch eine Kindheit im ländlichen Uganda geprägt, wo er versuchte, mit vier älteren Brüdern mitzuhalten. Auch die Freundschaft mit Olympiasieger und Kompatriot Joshua Cheptegei hat ihren Platz in der Definition. Beide Athleten möchten an die Spitze der afrikanischen Laufwelt gelangen und ihr Land stolz machen. Überraschenderweise ist Geschwindigkeit für Kiplimo auch durch den langsamen Alltag auf der Farm und das erfüllende Gefühl einer Mahlzeit definiert, die über Monate hinweg heranwachsen konnte – ähnlich wie die harte Arbeit im Stillen, die letztendlich den langersehnten Durchbruch auf der Laufstrecke bringt.

Der sonst eher zurückhaltende Ugander hat auch eine selbstbewusste Seite. Wahrscheinlich ist er deshalb so furchtlos und lässt sich von Niederlagen nicht einschüchtern. Natürlich mischen sich unter Kiplimos Erfolge ab und zu auch Rückschläge, allerdings kann man die in seinen Laufergebnissen nicht so leicht erkennen. Wenn er sich einfach am Konzept "eine Distanz in einer bestimmten Zeit" messen würde, wäre er heute kein Laufstar und könnte nicht immer wieder die Grenzen des Möglichen neu definieren.

So spricht er selbst darüber, was es bedeutet, für sein Land zu laufen, wie wichtig es ist, auch mal kürzer zu treten und wie die Partnerschaft mit Nike ihm dabei hilft, in die Rekordbücher einzugehen:

Uganda ist mein Land und ich werde es immer lieben.Es erfüllt mich, Uganda zu repräsentieren, besonders wenn ich da draußen abliefere und dann unsere Flagge schwinge. Ich gehe in der ganzen Welt an den Start und sehe überall Menschen aus Uganda. Bei meinen Läufen trage ich Uganda immer im Herzen, aber weil ich alleine laufe, trete ich als Kiplimo an.

Jacob Kiplimo walks barefoot across a pressure-sensing mat in the Nike Sport Research Lab facility surrounded by biometric data displays.
Jacob Kiplimo, Ugandan long-distance runner, wearing a black Nike jacket in a sports science lab with biometric monitoring screens visible in the background.
Jacob Kiplimo viewed from behind analyzes biomechanical data on a monitor showing a 3D human figure in motion capture software.

Bei einem seiner letzten Besuche im Nike Sport Research Lab machte Kiplimo den Nike Baseline-Test. Dieser Test besteht aus fünf Beurteilungen und ist genauso grundlegend, wie es der Name schon vermuten lässt. Bei den Beurteilungen wird auf die Bereiche Biomechanik, Physiotherapie und Sportwissenschaft zurückgegriffen. Das Ganze dauert nur wenige Minuten:

ein 3D-Körperscan, ein Fußscan, ein Barfuß-Drucktest, ein Test der Sprunggelenksbeweglichkeit und ein paar Countermovement Jumps. Zusammen ergeben die Testergebnisse die Grundlage des sportlichen Leistungsprofils. Sie geben Aufschluss über Stärke, Mobilität, Explosivität und andere Faktoren.

Diese athletischen Merkmale vermitteln den Nike Forschungs-, Wissenschafts- und Designteams ein genaueres Bild davon, wie sie noch bessere Produkte für Athlet:innen entwickeln können.

Ich weiß, dass ich in meinem Leben etwas wirklich Großes schaffen kann. Weltmeisterschaften und Olympische Spiele stehen vor der Tür. Ich möchte Uganda repräsentieren und etwas erreichen, das mich und mein Land stolz macht.

Besonders bei den Olympischen Spielen ist es mir wichtig, Uganda mit herausragenden Leistungen zu repräsentieren. Aber ich muss mich auch auf dieses Jahr konzentrieren, auf meine Regeneration und mein Training. Ich weiß, dass ich gegen die weltbesten Athlet:innen antrete, und gebe deswegen alles, um selbst der Beste zu sein.

"Wenn jemand anderes gewinnt, ist das eine neue Challenge. Und das ist gut. Es motiviert mich."

Jacob Kiplimo, Marathonläufer und Weltrekordbrecher
Jacob Kiplimo in profile wearing a dark puffer jacket with a high collar against a light grey background.

Als ich den Rekord für den Halbmarathon gebrochen habe, war ich extrem glücklich, über die Ziellinie zu kommen und meinen Namen zu sehen. Ich wusste, was für eine riesige Leistung das war und dass ich etwas Besonderes geschafft hatte. Ich dachte in London natürlich, dass ich den Marathonrekord vielleicht auch noch breche. Trotzdem war ich happy, dass er gebrochen wurde und dass ich den vorherigen Rekord auch geknackt hatte. Wenn jemand anderes gewinnt, ist das eine neue Challenge. Und das ist gut. Es motiviert mich.

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal die doppelt gestapelten Air-Elemente im Apex ausprobiert habe. Diese Dämpfung war genau das Richtige für mich. Ich fing an, ihn bei meinen Trainingsläufen zu tragen und gab Nike mein bestes Feedback dazu. So konnten sie eine personalisierte Version für mich entwickeln. Als ich diesen Prototypen dann in London trug und damit großen Erfolg hatte, sagte ich dem Team, dass sie diesen Schuh für zukünftige Rennen weiterentwickeln sollten.

Die Arbeit auf der Farm tut mir richtig gut. Ich trainiere hart, weil ich am Wettkampftag der Beste sein will. Bei der Farmarbeit kann ich runterfahren und Kopf und Körper kommen zur Ruhe, sodass ich danach beim Training wieder Vollgas geben kann. Ich baue hauptsächlich Mais und Süßkartoffeln an. Das sind gesunde Lebensmittel, die meinen Körper mit dem versorgen, was er braucht. In meinem Leben dreht sich alles um Geschwindigkeit. Die Farmarbeit ist für mich so wichtig, weil sie den Fokus auf diese Priorität legt, aber gleichzeitig einen Ausgleich dazu bietet.

"Die Arbeit auf der Farm tut mir richtig gut. Ich trainiere hart, weil ich am Wettkampftag der Beste sein will. Bei der Farmarbeit kann ich runterfahren und Kopf und Körper kommen zur Ruhe, sodass ich danach beim Training wieder Vollgas geben kann."

Jacob Kiplimo
Elite male runners, including Jacob Kiplimo, wearing Nike racing kits compete on a Chicago street beneath a steel bridge with spectators cheering from both sides.

Ich möchte bekannt dafür sein, dass ich Dinge mit viel Disziplin angehe und auch durchziehe. Natürlich fühlt es sich super an, dass die Leute einen kennen und anfeuern, aber ich möchte eine Inspiration sein. Ich möchte für meine harte Arbeit bekannt sein. Dafür, dass ich der Konkurrenz furchtlos entgegentrete.

Der Marathon ist heute der größte Wettkampf und deshalb möchte ich darin so gut werden, wie ich nur kann. Ich habe mich dem Marathon nach den Olympischen Spielen gewidmet und bin stolz auf den Fortschritt, den ich dieses Jahr gemacht habe. Trotzdem kann ich noch viel lernen. Zum Beispiel, wie ich das Meiste aus meinem Training für den Wettkampftag rausholen kann. Noch bin ich meiner Meinung nach kein guter Marathonläufer, aber in ein, zwei Jahren könnte ich sehr gut darin sein.

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