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Inside: Der einzigartige All-Star Tunnel Walk Look von A'ja Wilson

  • 31.7.2026
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Rund 60 Stücke zugeschnittenes Material. Pink, Schwarz und Weiß mit Silber dazwischen fallen wie ein Wasserfall zu Boden. Hoodies, T-Shirts, Shorts – alle miteinander vernäht und verbunden zu einem einzigartigen Piece. Noch bevor dieser von Casey Billingsley entworfene Rock auf der Hüfte sitzt, ist er vielmehr Kunstwerk als Kleidungsstück.

Laut dem Stylisten ist der Rock, der für eine Legende geschaffen wurde, richtig schwer. Als er ihn das erste Mal aus der Kleidertasche nahm, fühlte es sich an wie zwei Kurzhanteln mit je zwei Kilo – ein Gewicht, bei dem die meisten erst mal schlucken würden.

Aber hier geht es nicht um die meisten. Hier geht es um A'ja Wilson: dreifache "WNBA Champion"-Titelgewinnerin, dreimal als "Defensive Player of the Year" und viermal als "Most Valuable Player" ausgezeichnet. Sie ist eine Athletin, die ihre Karriere damit verbringt, die größten Anstrengungen des Games leicht erscheinen zu lassen.

Als sie den Rock angezogen hat, ist sie förmlich hineingeglitten.

"Schwer ist das Haupt, das die Krone trägt", sagt Billingsley. "Und A'ja trägt sie mit Würde. Sie geht jede Nacht raus auf den Court. Die Verteidigung klebt an ihren Fersen und sie gibt alles. Das ist einfach ihre Welt und sie macht das alles mit einer Leichtigkeit."

Die Ursprünge des Looks

Die Idee zum außergewöhnlichen Look kam Billingsley durch Hosen von Nike, die er schon Jahre hatte. Sie bestanden aus einem Patchwork an Farben und Texturen, ganz anders als die restlichen Pieces in seiner Garderobe. Obwohl er sie nur zweimal getragen hat, wurde er jedes Mal auf der Straße wegen ihnen angesprochen. "Wer hat die gemacht?", wurde er gefragt. "Woher sind die?"

Als die Möglichkeit aufkam, für A'jas All-Star Weekend ein persönliches Outfit zu gestalten, kamen ihm diese Hosen wieder in den Sinn. "Ich habe diese Hosen immer geliebt", sagt Billingsley. "Die Einsätze, das Color Blocking, die Art, wie die Hosen zusammengesetzt wurden. Fast wie eine Collage. In dem Moment, als sich die Möglichkeit ergab, habe ich sofort an diese Hosen gedacht und wusste, dass ich diese Idee für A'ja nochmals aufgreifen will."

Dann nahm die Idee ihren Lauf: Es sollte ein Junk-styled Look werden – abgerissene Einsätze, unversäuberte Kanten und sichtbare Nähte. 

Billingsley wollte ein Design, das A'ja voll und ganz widerspiegelt. Und er wollte dafür jedes Stück ihrer eigenen A'Two Collection zu einem einzigen Piece vereinen.

Mithilfe von Da Shoné by DaSh und Nike Sports Marketing Athlete Styling Services hat er sich jedes Piece genau angeschaut: die A'Sym Tight, das Langarmshirt, den Hoodie, die Shine- und Court-Shorts, das Muscle-Tank und das T-Shirt. Aus jedem Stoff wurden Fragmente ausgeschnitten und als Layer an einer Base angebracht. So wurden Dutzende einzelner Stücke zu einem großen Ganzen.

"Frauen-Basketball entwickelt sich immer weiter und so wurden auch Events wie der Tunnel Walk zu mehr als nur einem Pregame-Ritual. Er ist eine Bühne, auf der Athlet:innen ihre ganze Persönlichkeit zeigen können."

Alli Giorgi, Nike Expert Product Managerin

Gemeinsam mit seinem Team hat Billingsley zwei Versionen erstellt, eine Hose und einen Rock, und sich dann für den Rock entschieden, da er A'jas Energie besser verkörpert. Der finale Look hat einen hohen Schlitz. Kombiniert wurde das Ganze mit einem cropped A'One Track-Hoodie im Signature-Pink von A'ja, der sich wie ein Korsett um die Taille schmiegt.

Vom ersten Konzept bis zum finalen Style hat sich Billingsleys Vision nicht verändert.

"Für mich war die Sache klar. Etwas anderes kam gar nicht infrage. Mein erster Gedanke wurde umgesetzt, von der Vision über die Besprechung zum Entwurf bis hin zur Ausführung. So sollte es sein."

Bühne frei

Alli Giorgi, die bei Nike für die Produkte von Signature-Basketballerinnen zuständig ist, hat im Laufe ihrer Karriere viele Visionen gesehen, die Realität wurden. Styling wird für die Identität von Athlet:innen immer wichtiger und so hat sie ein gutes Gespür dafür bekommen, welche Momente zählen.

"Frauen-Basketball entwickelt sich immer weiter und so wurden auch Events wie der Tunnel Walk zu mehr als nur einem Pregame-Ritual. Er ist eine Bühne, auf der Athlet:innen ihre ganze Persönlichkeit zeigen können", erklärt sie. "Hier können Spieler:innen zwei Seiten von sich zeigen. Einerseits ihren Wettkampf-Geist und andererseits ihre Persönlichkeit abseits des Courts."

Für Athlet:innen wie A'ja ist der persönliche Style laut Giorgi etwas, das auch außerhalb des Spiels Einfluss hat. Dieser Einfluss geht über die reine Performance hinaus und prägt die Kultur.

"A'ja hat Trends wie den einbeinigen Tight-Look gesetzt und steht für eine Generation von Athletinnen, die ihre Weiblichkeit feiern, während sie gleichzeitig gefürchtete Wettkämpferinnen sind. Diese Kombination findet Anklang, weil sie veraltete Vorstellungen davon, wie Profisportler:innen aussehen sollten und zu sein haben, infrage stellt."

"Sie möchte sich stark fühlen, aber es soll nicht erzwungen wirken. Ich liebe es, diese Balance zu finden. Es geht weniger darum, jemanden einzukleiden, als darum, das zum Vorschein zu bringen, was bereits vorhanden ist."

Casey Billingsley, Stylist für den Tunnel Walk von A'ja Wilson
Die Kunst des Zuhörens

Bei Einzelstücken wie diesem ist das Zuhören laut Giorgi die Voraussetzung für eine gelungene Collaboration.

"Es ist wirklich wichtig, dass diese Collections authentisch aussehen und sich für Athlet:innen authentisch anfühlen: Sie verkörpern, wer sie sein möchten, und welche Vision sie ihren Fans zeigen möchten", erklärt Giorgi. "Ich habe von Anfang an mit A'ja zusammengearbeitet und habe ihr immer gesagt, dass sie uns ihre ehrliche Meinung geben soll."

Billingsley sieht das genauso. Durch seine jahrelange Zusammenarbeit mit A'ja weiß er mittlerweile ganz genau, was sie ausmacht. Wenn es um den Style geht, liebt sie ausdrucksstarke Pieces. Sie schätzt das Handwerk, interessante Proportionen, Texturen und Details, die eine Geschichte erzählen. 

"Sie möchte sich stark fühlen, aber es soll nicht erzwungen wirken", sagt er. "Ich liebe es, diese Balance zu finden. Es geht weniger darum, jemanden einzukleiden, als darum, das zum Vorschein zu bringen, was bereits vorhanden ist."

A'ja weiß genau, wer sie ist, und sie jagt keinen Trends hinterher, sagt er. Sie greift zu Pieces, die sich authentisch anfühlen. "Sie ist selbstbewusst, verspielt und wettkampforientiert und sie hat diesen Südstaaten-Charme, durch den sich alle gleich wohlfühlen. Aber diese Freundlichkeit sollte nicht mit Schwäche verwechselt werden. Es ist eine große Stärke."

Billingsley ist ebenfalls aus den Südstaaten und so wie A'ja weiß er, dass es bei Kleidung um mehr geht, als nur darum, gut auszusehen. Es geht um Respekt – für dich selbst, deinen Ursprung und den Moment, vor dem du gerade stehst. 

Der Spaß kommt aber auch nicht zu kurz.

"A'ja hat einen tollen Sinn für Humor und deshalb lachen wir bei den Anproben ständig", sagt er. "Aber wenn es um das Design geht, ist sie unglaublich aufmerksam. Sie stellt Fragen, arbeitet eng mit uns zusammen und vertraut in den Prozess. Wenn es gut an ihr aussieht, ist sie all-in."

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