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5 Fragen an Multitalent Quenlin Blackwell

  • 19.8.2026
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Quenlin Blackwell war sich schon immer bewusst, dass Style eine Art Storytelling ist. Ihre Anfänge in der Entertainment-Industrie machte sie als Teenagerin in einem Vorort von Texas, wo sie aus ihrem Schlafzimmer virale Hits auf Vine postete. Seitdem ist sie als Comedian, Moderatorin, Model, Schauspielerin und Designerin tätig, wobei jedes Kapitel ein weiterer Ausdruck ihrer unerschöpflichen Kreativität ist.

Heute hat sie Millionen von Follower:innen auf Social Media. Sie ist bekannt dafür, etwas Vertrautes, Unauffälliges oder Unerwartetes aufzunehmen und es ganz zu ihrem eigenen zu machen. Transformation wurde zu ihrem Markenzeichen. Dieser Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Ästhetik. Ihre Designphilosophie basiert auf origineller Kreativität, anstatt Trends hinterherzulaufen. Sie entdeckt das Neue in bereits Vorhandenem.

Sie ist weniger daran interessiert, etwas Bestimmtes zu erreichen, als vielmehr daran, zu sehen, wohin etwas führen kann. Ihre neue Partnerschaft mit Nike erscheint daher wie ein logischer nächster Schritt. Im Mittelpunkt der Collaboration steht dieselbe Leidenschaft für Mode, Performance und Selbstverwirklichung, die ihre bisherige Karriere geprägt hat.

Im Interview spricht die Dallasite über Vintage-Sneaker, die Inspiration für ihren Stil und darüber, was es bedeutet, seine eigene Geschichte zu schreiben.

F: Wie würdest du deinen Style beschreiben?

Vintage, an meine Figur angepasst. Ich liebe Vintage-Mode, ich liebe Grafikdesigns, ich liebe große Modehäuser, wenn sie etwas Innovatives auf den Markt bringen, aber meine echte Leidenschaft sind eBay, The RealReal und Secondhand-Läden. Mein Vibe zeichnet sich dadurch aus, etwas Altes neu zu interpretieren und zu meinem eigenen zu machen. Frühmorgens bei Coachella näh ich noch kurz einen Gürtel an einen Vintage-Rock.

Ich lasse mich von meinem eigenen Körper inspirieren und davon, was den größten Wiederverwendungswert hat. Natürlich kleide ich mich meiner Figur entsprechend, aber in letzter Zeit kaufe ich auch Pieces, von denen ich weiß, dass ich sie noch jahrzehntelang tragen kann. Ich bin ein riesiger Retro-Fan. Das taucht immer wieder auf bei mir.

Abgesehen von der Mode inspirieren mich Athletinnen wie JuJu Watkins. Sie verkörpert unsere großartige Generation. Sie ist ein Ausnahmetalent, bleibt dabei aber ganz sie selbst. Sie ist weder fake noch muss sie sich zurückhalten. Sie trägt ihre Stadt und ihre Mitmenschen im Herzen, und sie lässt Top-Leistungen leicht aussehen. Sie hat für mich alles, was es braucht.

"Meine Mutter. Sie hat mir beigebracht, auch in schwierigen Zeiten zu lachen. Diese Einstellung begleitet mich bei all meinen Abenteuern. Und alte Sachen. Alte Gebäude, alte Kleidung, alte Techniken. Ich mag Dinge, die sich über die Zeit bewährt haben."

Quenlin Blackwell

F: Was und wer inspiriert dich in deiner Kreativität?

Die Internetkultur aus meiner Zeit. Damals kreierte man einfach nur Dinge, weil sie lustig oder schön waren. Meine Mutter. Sie hat mir beigebracht, auch in schwierigen Zeiten zu lachen.  Diese Einstellung begleitet mich bei all meinen Abenteuern. Und alte Sachen. Alte Gebäude, alte Kleidung, alte Techniken. Ich mag Dinge, die sich über die Zeit bewährt haben.

Im Moment sind es Vintage, Inneneinrichtung und Astrologie. Ich bin gerade in Italien, schlemme mich durch Florenz und bin total begeistert von 500 Jahre alter Handwerkskunst.

Film und TV sind weitere Medien, die ich gerne näher kennenlernen möchte. Da bin ich dabei. Und auch physische Räume. Ich designe gerade mein Zuhause, und das hat irgendetwas in mir ausgelöst. Ich nehme Räume so wahr, wie ich früher Videos wahrgenommen habe. Ich würde sehr gerne eine Experience gestalten, durch die Menschen hindurchgehen können.

Wenn ich der nächsten Generation etwas mitgeben kann, dann ist es, dass man Eigentümer:in seiner Inhalte sein kann. Ich möchte, dass junge Creator:innen, insbesondere Schwarze Mädchen, eine Frau sehen, die ihre IPs behalten hat, ihre eigenen Unternehmen aufgebaut hat und nicht auf Plattformen angewiesen ist. Die Journey ist das Produkt.

"Wenn ich der nächsten Generation etwas mitgeben kann, dann ist es, dass man Eigentümer:in seiner Inhalte sein kann. Ich möchte, dass junge Creator:innen, insbesondere Schwarze Mädchen, eine Frau sehen, die ihre IPs behalten hat, ihre eigenen Unternehmen aufgebaut hat und nicht auf Plattformen angewiesen ist."

Quenlin Blackwell

F: Welche Rolle spielt Bewegung in deinem Leben? Hast du irgendwelche Routinen?

Bewegung macht meinen Kopf frei. Mein Job ist ziemlich chaotisch, und meine Gedanken sind sehr laut. Wenn ich trainiere, dann mach ich das einfach nur für mich selbst. Außerdem laufe ich jetzt auch auf Laufstegen, mein Körper ist also Teil meines Jobs. Ich hab noch nie so hart trainiert wie für den Laufsteg. Man denkt sich vielleicht, dass man dabei ja nur läuft. Dem ist aber nicht so. Der Laufsteg war ein Kindheitstraum, den ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Ich war eine Cheerleaderin in Texas. Volle Montur, volles Engagement. Beim Cheerleading habe ich performen gelernt, bevor ich überhaupt wusste, dass das meine Zukunft sein würde. Man lernt, wie man unter kritischen Blicken anderer trotzdem präzise abliefert.

Was meine Routinen angeht: Ich hab einen Personal Trainer und spaziere viel. Und Erholung ist für mich das Wichtigste. Wenn möglich, lieber ein Bad als eine Dusche. Ich trinke weniger. Ich habe eine Doku über Mikroplastik gesehen, und jetzt habe ich eine Edelstahl-Trinkflasche, genau wie alle anderen, die sie gesehen haben. Wellness hat für mich auch mit Spiritualität zu tun. Ich beschäftige mich intensiv mit Astrologie und betrachte meinen Körper als Teil dieser Praxis.

F: Erinnerst du dich an dein erstes Paar Nikes?

Weiße Air Force 1s vom Nike Factory Store bei Allen Premium Outlets in Texas. Bei meiner Mutter gab's ganz strikt nur ein Paar Schuhe pro Jahr. Ich hab sie immer perfekt sauber gehalten. Heute feiere ich die MF Doom SB Dunks besonders. Die hab ich von jemandem geschenkt bekommen, der mein Sneaker-Game als lahm bezeichnet hatte. Und ganz ehrlich: Er hatte recht. Jetzt hab ich echte Klassiker. Bei Coachella trug ich nur meine Nike Air Rifts. Tabi-Design for the Win!

Meine Traum-Collab mit Nike wäre ein Schuh, der sich anfühlt wie ich: Vintage mit modernem Touch. Ich würde den Air Rift zum Beispiel gerne neu auflegen oder einen Dunk mit Details designen, die es noch nie zuvor gab. Vintage-Materialien auf altbekannten Silhouetten. Etwas, das sowohl in die Collection als auch ins Schuhregal passt.

Ich bin jemand, der Dinge wiederverwendet und neu gestaltet. Ich würde gerne einen perfekten Sneaker entwerfen, bei dem jedes einzelne Detail eine Story erzählt. Ein Sneaker, den man 10 Jahre lang behält und nicht direkt weiterverkauft.

F: Was findest du an dieser Collaboration besonders spannend?

Ich finde es super, dass es eine echte Partnerschaft ist und nicht nur ein einmaliges Projekt. Ich hab schon viele Kampagnen gemacht, aber das hier ist ein volles Jahr der Zusammenarbeit. Ich trage schon seit meiner Kindheit in Texas Nikes. Für mich schließt sich mit dieser Collaboration ein Kreis. Hätte ich das damals Quen aus der siebten Klasse erzählt, hätte sie es mir niemals geglaubt.

Eine starke Partnerschaft entsteht dann, wenn eine Marke mir vertraut. Meine Community unterstützt mich, seit ich 12 Jahre alt bin. Sie würde es sofort merken, wenn mir ein Skript aufgedrückt würde. Bei echten Partnerschaften habe ich einen Platz am kreativen Tisch. So können wir etwas gestalten, das authentisch ist.

Nike ist bestrebt, Athlet:innen das zu geben, was sie brauchen, um auf höchstem Niveau zu performen. Ich habe mein ganzes Leben lang performt: online, auf Laufstegen und vor der Kamera. Durchschnitt gibt's nicht. Sowohl Nike als auch meine Brand befinden sich an einer Schnittstelle der Street-Kultur. Wir sprechen sowohl Sneaker-Heads als auch junge Frauen, die auf Style aus sind, an.

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